Hochleistungsschienenfräse HSM

Der HSM – die neue Generation von Fräsmaschinen

Der HSM wurde konzipiert als Hochleistungsschienenfräse für die präventive Bearbeitung mit hohen Meterleistungen (> 2000 m) pro Stunde. Die tatsächliche Nachfrage konzentriert sich aber auf hohe und sehr hohe Materialabträge, ein sehr hohes Zerspanungsvolumen pro Stunde. Auch hier hat der HSM im Vergleich zu herkömmlichen Schienenfräsen eine mindestens doppelt so hohe Leistung.

HSM Aggregat

In bewährter Zusammenarbeit entstand mit unseren langjährigen Partnern, der Mevert Maschinenbau GmbH, Lauenhagen (Arbeitstechnik) und Gleisbaumechanik Brandenburg / H., Kirchmöser (Fahrzeugtechnik) eine Fräsmaschine der neuen Generation – der HSM (High Speed Milling Machine). Die Maschine ist vom Eisenbahnbundesamt zugelassen und hat im April 2016 die Freigabe von der DB Netz AG erhalten.

schweerbau GmbH - HSM
HSM
schweerbau GmbH - HSM-Aggregat
HSM Aggregat

Maschinenbeschreibung

Der HSM ist eine aus drei Fahrzeugen bestehende selbstfahrende Maschine in Regelfahrzeugbauweise. Das Fräsen ist in unterschiedlichen Vollbahnstreckennetzen möglich. Von der DB zugelassene Mess- (Längs- und Querprofil) und Prüfeinrichtungen (Wirbelstrom) vervollständigen die Maschine.

Arbeitsweise

Das Fräsen geschieht im Gleichlauf. Die Späne werden am Werkzeug abgesaugt. Die Fräsmodule gewährleisten einen äußerst flachen Eingriff der Fräswerkzeuge in die Schiene und verringern dadurch den verbleibenden Restfehler im Vergleich zu herkömmlichen Fräsmodulen. Das Schienenkopfquer- und –längsprofil werden entsprechend EN 13231-3:2012 hergestellt. Abgesehen von der Motorisierung wird dank des großen Fräsmoduldurchmessers und der Art der Anordnung der Fräsplatten eine Arbeitsgeschwindigkeit von mehr als 2.000 m/h erreicht. Der Fräsprozess ist funken- und staubfrei. Die Werkzeuge sind profilfrei angeordnet. Das Wechseln der Fräswerkzeuge geschieht blockweise im Inneren der Maschine.

Einsatzbereiche und Leistung

Der HSM kann sowohl für die Instandhaltungsbearbeitung als auch die präventive Schienenbearbeitung eingesetzt werden. Das letztere Einsatzgebiet ist ein Novum in der mobilen Schienenbearbeitung. Sowohl eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit als auch ein geringer Materialabträge von nur 0,2 – 0,3 mm pro Fräsmodul können realisiert werden. Rollkontaktermüdungsfehler, wie Head Check und Squat werden so in ihrem Anfangsstadium gesichert beseitigt. Der HSM hinterlässt auf Grund der produzierten Längsriefen ein schallreduzierendes Bearbeitungsergebnis. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt konnten bereits Leistungen von 700 m/h bei einem Materialabtrag von 5,0 mm auf der Fahrfläche und 2.550 m/h bei einem Materialabtrag von 0,4 bis 0,6 mm erzielt werden. Das erste Ergebnis steht für die Aufgabe – Instandhaltung, das zweite – für die Prävention.

Technische Daten – Download als PDF (1 MB)