Funken- und staubfrei arbeitende Schienenbearbeitungsmaschinen für Metros und Untergrundbahnen – der HSM-Metro

Der HSM-Metro ist eine speziell für Metronetze konzipierte und gebaute Schienenbearbeitungsmaschine. Sie baut auf Bewährtem auf und wurde mit Blick auf die besonderen Anforderungen beim Arbeiten in Metro-Netzen weiterentwickelt.

Maschinenbeschreibung

Der HSM-Metro besteht aus einer Fräsmaschine mit 2 Fräsaggregaten, einer Späne-/Schleifmodul Kombination sowie zwei Lokomotiven – jeweils in Regelbauweise. Bei der Fräsmaschine wurde auf das Fahrzeug des D-HOB 2500 und die Fräsmodule des HSM zurückgegriffen. Mit der Kombination Späne-/Schleifmodul wurde eine äußerst kompakte Lösung für die Unterbringung der Späne während der Schicht einerseits und die absolut funken- und staubfreie Nachbearbeitung des Fräsergebnisses gefunden. Obwohl eine Lok sowohl für die Überführungs- als auch Arbeitsfahrten ausreichend wäre, ermöglicht die zweite Lok eine sehr komfortable Gestaltung der betrieblichen Abläufe. Damit wird dem Anliegen vieler Metros entsprochen. Die beiden Arbeitsfahrzeuge und die Lokomotiven sind über Kurzkupplungen verbunden. Fahrzeugbegrenzung, Radsatzlasten und Antriebsleistung wurden so ausgelegt, dass in unterschiedlichen Metro-Netzen gearbeitet werden kann. Die Steuerung der Arbeitstechnik erfolgt von einer der Lokomotiven. Mess- (Längs- und Querprofil) und Prüfeinrichtungen (Wirbelstrom) vervollständigen die Maschine.

Arbeitsweise

Das Fräsen geschieht computergesteuert im Gleichlauf. Die Anordnung der Wendeschneidplatten wird durch das zu fräsende Schienenkopfquerprofil bestimmt. Die Späne werden am Werkzeug abgesaugt und über Saugleitungen in den Spänecontainer befördert. Die Fräsaggregate gewährleisten aufgrund ihres großen Durchmessers einen äußerst flachen Eingriff der Schneidplatten in die Schiene. Die Werkzeuge sind profilfrei angeordnet. Die Nachbearbeitung erfolgt mit einem oszillierend arbeitenden Schleifaggregat. Die durch das Fräsen bedingten Bearbeitungsmarken quer zur Schienenlängsrichtung werden in der gesamten Schienenkopfbreite behoben. Das Längsprofil wird durch eine fixe 2 m Schleifbasis bestimmt. Die geschliffene Schiene ist durch feine in Fahrtrichtung verlaufende Riefen charakterisiert. Sowohl beim Fräsen als auch beim Schleifen entstehen keinerlei Funken und Staub. Das Schienenkopfquer- und –längsprofil werden entsprechend EN 13231-3:2012 hergestellt. Die Fräsmaschine sorgt für ein äußerst genaues Querprofil, das oszillierend arbeitende Schleifaggregat – für ein Längsprofil höchster Güte.

Einsatzbereich und Leistung

Der HSM-Metro kann sowohl für die Instandhaltungsbearbeitung als auch die präventive Schienenbearbeitung eingesetzt werden. Im Focus steht die Beseitigung von Rollkontaktermüdungsfehlern, wie Head checks und Squats, sowohl bereits tief ausgeprägter als auch nur oberflächennaher Fehler. Mit dem HSM-Metro lassen sich periodische Schienenkopflängsprofilfehler (z.B. Riffel und Schlupfwellen) und Schienenkopfquerprofilfehler (z.B. flachgefahrene und übergratete Schienen) beseitigen.
Mit dem HSM-Metro kann darüber hinaus eine Neuschienenbearbeitung, die Beseitigung von Fahrflächenbeschädigungen und die Bearbeitung der Schienenfahrfläche aus akustischen Gründen erfolgen.
Der HSM-Metro ist für Einsätze in Tunneln, auf Brücken (auch mit offener Fahrbahn) und in Gleisen mit Stromschienen prädestiniert. Die Maschine erreicht eine Arbeitsgeschwindigkeit von bis zu 1.200 m/h.

Schweerbau GmbH - HSM-Metro Rutschersteinwagen
HSM-Metro Rutschersteinwagen